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Концерт





Мы ходили вчера на концерт Евгения Кисина и струнного Эмерсон-квартета, в программе квартеты Моцарта и Форе, квинтет Дворжака.
Кисин почти каждый год приезжает с концертами (соло) в Мюнхен, а мне очень хотелось услышать его с оркестром (один раз более двадцати лет назад я слушала в его исполнении концерт Рахманинова с симфоническим оркестром, по совпадению, в этом же зале).

Впечатление - неземная музыка и фантастическое исполнение. А на бис - квинтеты Шостаковича и Брамса.
Подробно описывать не буду – я не музыкант, но страстный и опытный музыкальный слушатель (моя мудрая мама меня с детства водила на концерты в филармонию и в оперный театр, а перед этим всё подробно объясняла).

PS. Интересно, какая будет рецензия в «Süddeutsche Zeitung», добавлю,если она появится.

Update – рецензия под катом



Allein vor dem Flügeltier

Jewgenij Kissin und das Emerson String Quartet


Von der Einsamkeit auf dem Podium wissen Pianisten mehr als alle anderen Instrumentalisten. Franz Liszt führte einst den Soloklavierabend ein, und viele seiner Nachfolger hatten ihre Probleme damit: zum Beispiel der empfindliche, oft absagende Arturo Benedetti Michelangeli, der für Jahre dem Podium fern bleibende Vladimir Horowitz oder gar der ganz ins Studio geflüchtete Glenn Gould.

Auch Jewgenij Kissin hat seit Wunderkindesbeinen mit dem Alleinsein vor dem Flügeltier seine Erfahrungen gemacht. Seit längerem schon beschäftigt sich (und sehnt sich vielleicht) daher dieser grandiose Solopianist mit jener Art von Musik, die wie keine andere den kammermusikalischen Geist des Miteinanders beschwört. Während des Verbiers-Festivals etwa hat er mehrfach mit anderen kammermusiziert. Nun also eine Tournee mit einem der kundigsten, mit allen Wassern der Kammermusik gewaschenen Ensemble: dem Emerson String Quartet (Eugene Drucker, Philipp Setzer, Violinen; Lawrence Dutton, Viola; Paul Watkins, Violoncello). Der Herkulessaal war bis auf die Bühne hin ausverkauft. Bei Wolfgang Amadé Mozarts g-Moll-Klavierquartett fehlte es für dessen Artikulationsknappheit allerdings noch an Geistesgegenwart und sofortiger Präsenz des Miteinanders. Klangbalance, Intonationsgenauigkeit und kommunikative Dramatik ließen zu wünschen übrig.

Doch der rhetorische Schwung und die pulsierende Klangfarbenpoesie des 1. Klavierquartetts von Gabriel Fauré erfasste alle vier. Nach diskussionsreicher Pause erlebte Antonin Dvořáks 2. Klavierquintett, eher ein intimes, introvertiertes Stück, eine geradezu orchestrale Aufführung. Kissins Solistenton schlug zwar im Eifer des Gefechts manchmal durch, aber die Streicher konterten ihrerseits mit großformatiger Kantilenenkunst. Als Dank für den begeisterten Beifall spielten sie das brillant-bissig gegebene Scherzo aus Dmitri Schostakowitschs Quintett und das weit ausholende Andante aus Johannes Brahms' f-Moll-Quintett.

Von Harald Eggebrecht
Tags: музыка
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